Dieser Moment

Als ich gehe, dreh ich mich nochmal um und winke meiner Frau. die am Fenster steht und zurückwinkt. Und dann fliegen noch ein paar Luftküsschen zwischen uns hin und her.

Im Weitergehen kommen mir eine ältere Dame mit ihrer vielleicht fünfzigjährigen Tochter entgegen. Nicht nur, dass sie sich ähnlich sehen, sie wirken auch wie zwei zutiefst Vertraute auf mich.

Jetzt schauen sie sich an, und aus dem beidseitigen Grinsen will so gern ein Lachen werden: Sie haben mich gesehen, wie ich mich Küsschen werfend verabschiedet habe.

Als sie nah genug sind, sage ich: „Freut euch einfach mit!“

Und dann ist das Lachen da, bei uns allen Dreien, dieses herrlich helle und befreite Lachen, dass der Seele so gut tut. Wenn mal wieder allen klar wird, wie gut wir einander kennen, auch wenn wir uns noch nie zuvor gesehen haben.
Wenn „es“ durch alles durchgeht, einfach so, wie das Normalste der Welt.

❤️✌️🤓🌷

2 Gedanken zu “Dieser Moment

    1. Und wenns hochkommt, brauchen wir nicht mal ein Wort für etwas, das in diesen Wundermomenten so ’normal‘ ist. Es geht nur ohne Sprache auch schnell wieder unter und versinkt in der Rationalität des „Verstehenwollens“. Vielleicht auch in der Furcht vor den Konsequenzen, wenn man mal drüber nachdenkt, warum allein das Wort „Gott“, das ja erstmal nur ein Förmchen ohne Inhalt ist, warum so ein einfaches Wort so geschmäht ist. Natürlich auch wegen der Assoziationen, die auf ihm lassen. Aber die kann man weglassen. Und dann … bin schon wieder ich es, der „gibt“, nämlich den Inhalt in das Wort. Heute war das mal für mich ein Inhalt, der mir in „Segen“ ganz gut untergbracht zu sein schien.

      Manchmal denke ich, man hätte nie anfangen sollen zu sprechen 🙂 Aber das ist zu spät. Jetzt haben wir den Salat!

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