Nizza

Dein Auge, Welt,
es sieht mich an mit blinder Hoffnung und mit Argwohn,
darinnen all der Schmerz, das Scheitern und das Sterben,
es fragt mich, wie nur, wie das heilen?,
und will, was noch das Schlimmste ist, die Antwort nicht.

Weil es die Frage fürchtet.

Ob es sich denn erinnre, was die Quelle sei all dessen, was es sehe.

Da schließt sich’s fest zum Schlaf, wir werden morgen weitersehen.

Und bleib‘ ich einen Augenblick ganz ohne Dich, Du blinde Welt, im Dunkel.

Und bin doch da.
Und Du
Im LICHT.

 

*

4 Gedanken zu “Nizza

    1. Das ist ein schöner Gedanke.
      Wachheit zunächst als Perspektive, als Ausrichtung auf die Quelle, an die wir uns allmählich wieder erinnern, gelegentlich, wunderbarerweise. Die Selbstvergessenheit ist die Ausgangslage, das ist einzugestehen. Und: dass die Quelle uns nie vergisst, auch und schon gar nicht die Attentäter. Der Mensch ist unheilbar religiös, hat mal jemand gesagt. Re-ligio. Heilung aus der Quelle.

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