Ich seh‘ Dich!

Ich seh‘ Dich, wie Du bist,
Deine Schliche kenn‘ ich gut!
Weiß ganz genau, was Deine Absicht ist,
Deine Grausamkeit, die nennst Du Mut!

Wie Du Deine Fallen legst,
Voller Harm und Tücke
Deinen Vorteil heilig hältst und hegst,
Egal: die ganze Wahrheit geht in Stücke!

Spieglein, Spieglein an der Wand,
Hab‘ ich mich wirklich so gesehen?
War mir mein Innerstes denn gänzlich unbekannt,
Das all die Spiegelbilder schauen will, um ihre Frage zu verstehen?

Draußen lichtet sanft der Herbst die Kronen,
Schau‘ ich auf Dich so wie in Kindertagen:
Weit das Herz, mit Dir darin zu wohnen,
An altem Groll bereit, mich jetzt vorbeizuwagen.

Und Antwort kommt von einem andren Spiegel,
Der mir die Wahrheit zeigt,
Ihr Bote übergibt sie stumm, auf seinem Schweigen liegt
der Liebe Siegel,
Die sich vor uns in diesem gegenwärtigen Moment verneigt.

 

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