Pas de deux

Wie Maria zum Kinde kam ich durch einen unvorsichtigerweise in Versform abgegebenen Kommentar, den ich – von den Musen der Poesie wehrlos hinfortgetragen – mich erdreistete, unter die bezaubernden Zeilen der allseits geschätzten Findesatzschatzhüterin Marion zu platzieren, zu der Ehre und dem Vergnügen, ein kleines, feines Tänzchen mit ihr aufführen zu dürfen zu einer Musik, die einfach irgendwie da war und die Schritte wie von selbst lenkte, Gott sei Dank, möchte man sagen, wenn man mein unvorhandenes Talent zum Tanzen in die Gesamtschau dieser Situation mit einbezieht.
Hier also das Ergebnis, Marion beginnt:

*

Jeder Tanz ist Verwandlung
Alle Wellen der Meere wohnen in ihm
Verlier dich um dich zu finden
Jeder Tanz ein Ja zum Leben
Wenn du tanzt
erkennt selbst der blinde Engel deine Sprache

Was sieht der blinde Engel?
Dass du in deinen Tanz die Wolken mit einbeziehst
Und den Regen, die Bäume und den Wind
Alle, die nicht zu tanzen glauben und sich vergeblich
versuchen zu verschließen
Die Musik die sie dennoch umgibt
Und die der Engel hört, auch wenn er taub ist

Leg dich ins Leben
Mit all deinen Tönen
Hör dem Flüstern zu
Atme die Fülle
Lass das Unsagbare sprechen
Und fühl das Willkommen

Das die wahre Musik unseres Leben ist
Nur übertönt vom Lärm unserer Sorgen
Ängste und Nöte
Als sei es nicht – dies Willkommen
Der Ewigkeit für Dich und mich

Einen Hauch der Ewigkeit atmen
Zeitlos schön
Wunschlos für einen Moment, der anhält
Lass uns nach den Sternen greifen
Und fühlen, das, was vergeht, bleibt

Alle Bewegung wird zum Tanz
Aufeinander zu
Und Du sagst mir leis‘:
Das Auge täuscht,
Wir bleiben unzertrennlich.

*

Danke dir von Herzen, Marion! https://mbeyersreuber.wordpress.com/

4 Gedanken zu “Pas de deux

  1. Ich freue mich sehr über diesen Tanz mit dir. Mein Dank gilt auch dir! Dein Kommentar hat mein Gedicht bereichert und war der erste Schritt zu diesem Worttanze. Ich freue mich sehr darüber!

    1. Wenn wir bedenken, wozu Worte auch verwendet werden können, dann haben wir mit ihnen das gemacht, was vielleicht die friedlichste Art ihres Einsatzes ist: wir haben gemeinsam etwas umtanzt, was nicht in Besitz genommen, aber miteinander gefeiert werden kann, die Freude am Leben nämlich.

      Wunderbar, danke!
      Michael

      1. Dein Kommentar wieder zum herausnehmen schön, den würde ich gerne ausschneiden, auf Litfaßsäulen verteilen und die Leute feiern lassen. Das Leben, die Worte, das Miteinander.

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