Das kann doch nicht wahr sein: ein Leben ohne Gebet!

Die Überschrift der „Welt“ von heute: „Es fließt wieder Blut am Tempelberg.“ Und unter dem Foto einer steinewerfenden Menschenmenge und neben der Nachricht vom eskalierenden Protest der Palästinenser gegen neue Restriktionen der Israelis, von vielen Verletzten und einigen Toten dann das:

„Der Streit, wer hier (am Tempelberg) beten darf, entzweit Juden und Muslime seit Jahrzehnten“.

Eine Überschrift und eine Erläuterung der „Welt“, wie sie im Buche stehen, so paradox, dass einem die Spucke wegbleibt. Wem beim Lesen dieses Satzes die eigenen streitlustigen Reflexe – pro Diesen oder contra Jenen – nicht sofort anspringen, dem bleibt eine Frage stumm im Raum stehen und schaut verblüfft ins Leere: „Wer hier beten darf“, das heißt bitte – was?

Beten. Warum überhaupt eine „höhere Macht“ um etwas bitten und zu ihr beten? Die meisten von uns werden ja wohl sagen: genau, gute Frage, das braucht man ja nun wirklich nicht, der Kniefall vor den Göttern hat immer nur zu irrationalen Rechtfertigungen von Kriegsgelüsten geführt, lasst doch bitte mal die Vernunft regieren, die Mitmenschlichkeit, den Friedenswillen!

Die Frage ist nur: welche Vernunft? Welche Mitmenschlichkeit? Welcher Friede ist gemeint?
Der Friede der Palästinenser oder der Israelis? Der Friede der Amerikaner oder der der Europäer? Der Friede des Familienmenschen oder der des Einzelgängers? Der Friede der guten alten Zeit oder eher der neuzeitliche, der Friede der Jugend oder der der Alten? Der Friede der Rüstungsindustrie oder der der Jutetaschenfabrikanten? Welcher Friede ist gemeint? Deiner oder meiner?

Die Frage, ob und warum wir überhaupt bitten und beten sollten, ist falsch gestellt. Sie setzt voraus, dass es die Möglichkeit gäbe, NICHT zu bitten und zu beten. Und das ist eine Annahme, die einfach nicht zu halten ist: Du betest, seit es dich gibt – schon immer also, könnte man sagen, wenn man wüsste, wann du eigentlich anfingst, zu sein – und du wirst nie damit aufhören können, weil es das ist, was dein „Geist“ ist: Die Bitte um Spiegelung und Bestätigung deiner Wahrheiten und das Gebet an das, von dem du glaubst, es könne dir Antwort geben.

Wer sich an dem Wort „beten“ stört, der kann es ja mal auflösen in „bittend geben“: dein Geist ist ein bittendes Hingeben deiner Gedanken, das ist seine Natur, die er nicht verlassen kann, und zuinnerst will er das auch nicht, im Grunde ist er höchst einverstanden damit, als Teil von etwas Größerem mit diesem „Ganzen“ in ständigem Austausch über seine Identität zu sein. Aber sag das mal den „Erfolgreichen“ dieser Welt, sie werden es leugnen: ich bete nicht, ich gebe vor, was Sache ist. Autonomie ist meine Religion. Ich nehme mir, was du mir gibst, und mein Erfolg darin ist mir Wahrheit genug!

Denkste! Du betest, Rechtsanwalt, Banker, Militär, Politiker, Olympiasieger, Kleingartenvorsitzender, Weltverbesserer, Rechthaber, Esoteriker, Christ, Jude, Moslem, Chefarzt, Lehrer, Kellner, Arbeitsloser, barmherziger Samariter und hartherziger Auftragskiller: du betest unablässig zu einem „Grossen Ganzen“, das dir die Bestätigung deiner Gedanken über dich und die Welt bringen und dir sagen soll, was „wahr“ ist, und du predigst genauso unablässig deinen Glauben, den du davon ableitest, was du als Folge deines Gebets siehst und erlebst.

Bizarre Vorstellung: Ein Auftragskiller betet und predigt! Aber dennoch: Wenn seine Rechtfertigungen denn objektivierbar, von niemandem bezweifelt und unumstößlich wären, mit denen er vor sich begründet, was er tut, und wenn er tatsächlich in der Lage wäre, jemandem den „Tod zu bringen“, wenn Geld ein Argument wäre, das alle Argumente, die aus dem Leben kommen, endgültig toppen könnte, und wenn es wahr wäre, dass in diesem Menschen, der es als seine Arbeit ansieht, andere Menschen für dieses Geld umzubringen, tatsächlich nichts anderes stecken würde als der Killer, als den er sich ansieht – wenn er das unablässig nach ANTWORT suchende KIND in sich endgültig töten könnte … dann bräuchte er nicht mehr um Beistand und Bestätigung seiner „Welt-Anschauung“ zu bitten und zu fragen, was wahr sei. Denn dann wäre er in dem Zustand, in den er vorgibt, andere professionell hineinversetzen zu können: er wäre tot.

So aber muss er wie wir alle seine Gedanken an ein „Ganzes“ geben und darum bitten, dass sie von der „Wahrheit“ geborgen seien und in ihr Bestätigung finden mögen. Sein „Gebet“ wird die Zeugen anziehen, die diesem Zweck dienen: wenn ein Auftraggeber kommt und ihn bezahlt, wird das schon helfen.
Und so wie in diesem extremen Beispiel rechtfertigen wir alle unsere Wahrnehmung und Welt-Anschauung: wir geben unablässig unsere Gedanken an ein GANZES, um Bestätigung zu erfahren. Fatal ist nur: wir legen zuvor fest, was dieses GANZE für uns sein soll:

Es ist wahr, dass ich die Hälfte meiner Mitarbeiter entlassen muss, um die Arbeitsplätze für die anderen zu sichern. Es ist wahr, dass Massentierhaltung notwendig ist, um den Bedarf an Fleisch zu decken. Es ist wahr, dass ich angreifen muss, um mich zu schützen. Es ist wahr, dass ich bis siebzig arbeiten muss, damit die Gesellschaft funktioniert. Es ist wahr, dass ich dich nicht genauso lieben kann wie dich. Es ist wahr, dass das Leben stirbt. Es ist wahr, dass Gott tot ist.
Welches GANZE hab ich da gebeten, mich zu bestätigen? Wie heißt der Gott, den ich erfunden habe, um vor ihm auf die Knie gehen zu können? Könnte man ihn „Recht“, „Vorteil“, „Sieg“, „Nutzen“, „Besitz“ nennen – oder einfach nur noch „Geld“ als summa summarum und Symbol aller Antwort, die ich auf meine Frage, was wahr sei, hören will und deshalb auch erhalte? In jedem Fall ist es der Gott meines von mir selbst erträumten Glücks. Mein Ego.

Ich bete in Glaubenssätzen zu ihm. Die Welt spiegelt mir genau das, um was ich mein Ego bitte, als wahr: sie zeigt mir die Paradiese meines Wohlbefindens ebenso wie die Areale meiner Kriege, die ich zu führen habe, um diese Paradiese zu schützen, sie „beweist“ mir, dass mein Körper der Ort ist, an dem mein Leben stattfindet und deutet mahnend auf unheilbare Krankheiten, die diesen Ort bedrohen und endlich und letztlich zeigt sie immer auf das Ende meines Lebens als dem einzigen Faktum, das für mich wie für dich identisch ist und als unentrinnbar von uns hingenommen werden muss.
Die Krux dabei aber ist: es gibt dieses Ego nicht, es gibt dieses selbstdefinierte GANZE gar nicht, das ich um Spiegelung bitte, ich habe es im wahrsten Sinne des Wortes erfunden als Ersatz für das, was jenseits meiner Selbsttäuschungen ewig dieses GANZE IST und bleibt. Und deshalb – Gott sei Dank! – kann aus der meinen Wahrheitsbegriff durch*kreuz*enden Einsicht, dass mein Ego nur eine Fata Morgana ist, meine Auferstehung folgen:
Ich kann mich erinnern und mich als Alternative zu meinem selbstgemachten Gott der Separatheit an die LIEBE wenden, DIE die wahre QUELLE unseres Geistes IST, indem ich um Bestätigung meiner Gedanken als Teil DIESER WAHRHEIT bitte.

Mein Ego hat mir „Beten“ als Unsinn verkauft, obwohl es mich gleichzeitig permanent gezwungen hat, vor ihm auf die Knie zu gehen, und hat mir eine Objektivierbarkeit der WAHRHEIT suggeriert: Okay, der Auftragskiller sitzt seinen schrägen Phantasien und seinem kranken Geist bei der Beurteilung der WAHRHEIT auf, aber der Vernunftmensch – sagt mir dasjenige, was ich für meine Vernunft halte, in selbstherrlicher Sicherheit – auch wenn er vielleicht noch nicht alles erfassen kann, kommt der Wahrheit doch zumindest schon sehr nahe, nicht wahr? – und es ist sicher nur eine Frage der Zeit, wann die WAHRHEIT als GANZES von der Vernunft erfasst werden wird, oder?
Meine Hingabe an eine höhere Macht, um Antwort auf meine Frage zu erbitten, was wahr sei, ist von mir in Verkennung meiner Abhängigkeit von meinem Ego und meiner Hörigkeit komplett geleugnet worden mit Hilfe der wirklich wahnsinnigen Phantasie, man könne die WAHRHEIT letztendlich selbst auffinden und mit dem Finger auf sie zeigen. Worauf dieser Finger dabei aber tatsächlich gezeigt hat, ist immer die Unmöglichkeit gewesen, dieses Ziel jemals zu erreichen, und das bedeutet im Innersten: er hat auf den „Tod“ gezeigt als Ausdruck einer zutiefst existenziellen Verzweiflung über diesen ewigen Sisyphus-Versuch, der noch nie gelungen ist und nie gelingen kann und damit auf das Scheitern allen Lebens.
Wenn der Tod wahr wäre und mein Finger wenigstens auf ihn ohne zu zittern in Gewissheit zeigen könnte, wäre dies das Ende meines Gebets. Und genau deshalb werde ich nie aufhören können, um die Wahrheit zu bitten!

Ich bete also in jedem Fall und sowieso. Ich gebe einer Killerinstanz in mir meine Gedanken, um meine Wahrnehmung zu rechtfertigen, einer Instanz, die mir immer den „Tod“ als unentrinnbares Schicksal des Lebens und als unhinterfragbar verkaufen will, oder …
… der WAHRHEIT DES LEBENS SELBST.
Wenn ich mir das klar mache, sehe ich plötzlich, dass ich schon immer gebetet habe um die Wahrheit. Erst, wenn ich mir das eingestanden habe, bemerke ich, dass ich eine Wahl habe, WEM ich meine Bitte um Bestätigung vortragen will. Wer bin ich? Was ist die Welt? Worin liegt ihr Sinn? Weshalb bin ich hier?

WEN will ich das fragen? Wenn ich jetzt wähle, die WAHRHEIT SELBST zu befragen, bedeutet das mein Eingeständnis, dass ich SIE weder kenne noch mit meinen Mitteln erreichen kann und bereit bin, mich von IHR SELBST belehren zu lassen. Wohlgemerkt: dass die WAHRHEIT sich von mir nicht definieren lässt, war zuvor auch schon wahr, aber das konnte ich mir nicht eingestehen, ich musste es vernebeln, weil ich hören wollte: es gebe sehr wohl eine objektive Wahrheit und ich sei auf dem bestem Wege zu ihr hin – und selbstverständlich könne ich sie mit meinen eigenen Mitteln erreichen: ich könne sie „besitzen“! Der Glaube daran hat unerbittlich verlangt, dass ich den natürlichen Zustand meines Geistes als einen um WAHRHEIT bittenden Teil des GANZEN verleugnen musste, und das „Geschenk“ dafür war: mich als autonomes Einzelwesen wahrnehmen zu können, das den Ton der Wahrheit angibt, statt ihm zu lauschen.

Jetzt verzichte ich auf dieses „Geschenk“, und das erst macht es mir möglich, zu erkennen, dass ich immerzu um Wahrheit bete, aber die Wahl habe, an WEN ich mein Gebet richten will.
Ich erfahre immer das, um das ich bitte. Die WAHRHEIT wird mir ebenso wie mein Ego-Privatgespenst Zeugen bringen, die mich über–zeugen werden.

An wen wende ich mich, wenn ich denke: „Gott ist tot“?
Die von mir über Sinn und Verstand erfahrene und von meinem Ego interpretierte Welt als Über-Zeuger hat es da nicht schwer: sterbende Kinder, Hunger, Krieg, Krankheit, Ungerechtigkeit, groteske Schicksale, Willkür und Sterblichkeit des Lebens. Die Sache ist schnell geklärt. Gott als liebende oder auch nur einigermaßen gerechte Macht muss tot sein!
Die WAHRHEIT dagegen hat es LEICHT: Sie muss keine Zeugen herbeiholen, die schon Wirkungen meiner bizarren Weigerung sind, SIE anzuerkennen, sondern kann SPIEGELUNGEN IHRER SELBST anführen:

Sei mal ganz still … und denke: „Gott ist tot“ … dann hörst du in dieser Stille vielleicht ein ganz unaufdringliches: „Das kann nicht sein: GOTT IST!“ Dein Gedanke liegt in der Hand der WAHRHEIT, DIE ihn dir zurückgibt in einem andern LICHT: als ein harmloses Spielen mit der Unmöglichkeit.

Oder: Was bestätigt mir meine Sicht auf dich, wenn wir mal wieder in einen Konflikt miteinander geraten sind, WEN bitte ich um die WAHRHEIT dieser Situation? Mein „Recht“, meine größere Nähe zu einer „vernünftigen Wirklichkeit“, meine „objektivere“ Auffassung?
Oder frage ich die WAHRHEIT SELBST, die dich sofort neben mich stellt auf exakt gleiche Höhe und uns beide als Bittende um dieselbe WAHRHEIT sieht: als Heimatsuchende, als Suchende nach der LIEBE ohne Konflikt?
Was sind DEREN Zeugen?

Hast du im Ernst noch nie erlebt, dass ein momentanes Umdenken in dieser Hinsicht: in was du nämlich deinen Glauben setzen willst, die Heilung einer Beziehung mit sich gebracht hätte: Versöhnung, Lösungen, wo vorher keine zu sehen waren, ein Zusammenfallen des vermeintlichen Konflikts zu Staub, unerwartete Hilfe von irgendwoher? Hast du wirklich noch nie ein Wunder erlebt? Und wenn doch: hat es dich nicht oder noch nicht über-zeugt davon, dass du derjenige bist, der wählt, was er erleben will, indem er festlegt, welchem „Gott“ er seinen Glauben schenkt?

„Der Streit, wer hier (am Tempelberg) beten darf, entzweit Juden und Muslime seit Jahrzehnten“. Wann werden wir aufhören, zur Rettung unserer privaten „Wahrheiten“ den Gott der Entzweiung anzubeten und unsere Bitte um Antworten endlich dahin richten, wo eine LIEBE, in der kein Konflikt existieren kann und der Tod nur ein Gedanke ist, der einen Moment lang mit der Möglichkeit, die WAHRHEIT könne unwahr sein, gespielt hat, die ANTWORT IST?

Was glaubst du?

 

 

*

18 Gedanken zu “Das kann doch nicht wahr sein: ein Leben ohne Gebet!

  1. Contra: Ein Freund von mir sagt: Glauben ist sonntags morgens um zehn in der Kirche. So denke auch ich. Wer glaubt, nimmt an in seiner Unwissenheit.

    Pro: Leere braucht eine Idee um Form werden zu können. Eine Idee jedoch ist in der Lage alles werden zu können, eine große Idee braucht viele um wachsen zu können.
    Glaube kann heilen und sogar Berge versetzen wenn er stark genug ist oder einfach viele genug?

    Ich ende mit einem Pyramidenbild. Ich sehe Menschen Steine schleppen für Echnaton, den großen Pharao. Ich sehe die Massengräber der Kinder, der Arbeiter.
    Dann kommt ein anderes Bild: Nelson Mandela
    Ein Mann mit einer starken Idee, der so viele andere damit inspirierte.

    Gebete sind Mantras, Zaubersprüche. Es sind kleine Herzen, die das Gebet anderer Menschen ausschließen und sich selbst das Alleinrecht einräumen. Das ist einfache blöde menschliche Gier, weiter nichts.
    Liebe Sonntagsgrüße von der Fee✨

        1. … und da bin ich zu hundert Prozent bei dir: das finde ich alles auch in mir! Den Zweifel an einer konfliktfreien und allumfassenden Liebe zu leugnen wäre eine schlechte Basis: wir „sind“ dieser Zweifel, und alle Erfahrungen scheinen diese „Identität“ zu bestätigen.

          Es hat aber auch definitiv in jedem Leben andere Erfahrungen gegeben, die den Zweifel am Zweifel geweckt haben …zu dieser Aussage stehe ich, das locke ich aus dir raus, gib mit zehn Minuten! … wo die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der Liebe in der Lage ist, eine Situation, die ausweglos erschien, zu korrigieren und zu heilen, für einen Moment überzeugt hat.

          Wie man das einordnet und bewertet, wieviel Gewicht man dem gibt, ist eine andere Frage. Für mich ist eine Welt ohne Gott als Perspektive vollkommen absurd. Aus dem „Wir sind dieser Zweifel“ kann ein „Wir SIND diese LIEBE“ werden. Gilt das auch für den Attentäter? Ja. Können wir uns über unser wahres SELBST täuschen? Auch ja. Bleibt die WAHRHEIT derweil SIE SELBST? Ganz sicher: Ja.

          1. Lieber Michael, ich sage: jedem Menschen seinen Gott! Es ist egal ob er Gott heißt oder welche Namen man geben will, auch lehne ich Vergötterungen ab. Doch ich kann mir aus der Weisheit aller Völker dieser Welt das nehmen, das mir hilft, mit den anderen überwinden zu lernen getrennt voneinander und nicht verbunden zu sein. Wir werden als Individuen geboren und unser Geburtstrauma ist das Abnabeln. Die Bibel ist für mich ein Codex, ein Zauberspruchbuch – doch nicht das Einzige und es haben Menschen geschrieben, keine Götter. Nenn es meinetwegen Zweifel, ich bin zu analytisch, zu wissenschaftlich für Frömmigkeit, doch die Botschaft aller Zauberbücher ist Liebe. Sie ist Pi, die Quadratur des Kreises. Mein Dasein sehe ich als ein Archimedesprinzip doch ohne die Obsession alles verstehen müssen und zu wollen und ich kann über Glauben schreiben und GOTT groß schreiben, doch ich brauche es nicht um zu wissen, dass es Liebe und Verbundenheit ist und Miteinander, das dieses heilende Glücklichmachpotential besitzen kann.
            Meine Religion ist keine und alle.
            Und weil der Katholizismus mir sehr liebevoll als eine der ersten Prägungen durch meine sehr liberale Großmutter begegnet ist, konnte ich das was mir daran gut tut für mich bewahren.
            Undogmatisch, unbürokratisch
            überparteilich
            sowas von postfaktisch weltfremd und zutiefst kindlich. Nur so kann ich das Leben und die Schandtaten des Christentums dabei außen vor lassen. Das war Menschenwerk… Mit dem Muttermal Liebe werden wir hingegen geboren auch ohne die Kirche…
            Liebe Grüße von der Fee✨

            1. Wunderbar, ich liebe deine Großmutter, und dir danke ich herzlich für dieses Gespräch, das in einem stillen, von Worten und Begriffen und schon gar von Konfessionen komplett unabhängigen, aber unsere unkaputtbare Verbindung bezeugenden Muttermal wesentlich geworden ist.

              herzlich, Michael

                1. Und ich vernehme mit Freuden, dass um ein Thema, zu dessen Klärung sonst überlicherweise eher Kriege als Gespräche geführt werden, Menschen gerne zusammenkommen, die trotz vollkommen unterschiedlichem Sprachgebrauch etwas Verbindendes darin spüren und es schützen wollen, jeder auf seine Art. Nicht die Worte zählen, aber deren Inhalt, nicht unsere Fragen, aber die Antwort, die wir geben. Danke dir, liebe Ulrike! :~}

  2. Mein lieber Michael

    Das du dir Gedanken macht was in Israel,oder anderswo geschieht finde ich in Ordnung.Ich mache es nicht mehr. Ich resigniere.
    Der Mensch is einfach so.Böse.
    Der einzige Gott an der Mensch glaubt is Geld.Das Is unser Problem.
    Natürlich sind die immer die anderen schuld.Wer is für gut für uns?
    Kein Putin,keinTrump. der Asad,Erdogan ,Chinesen oder Araber , uns passt keiner . Die anderen denken genauso über uns.Im Prinzip sind wir alle gleich.Böse.
    Und der Krieg ,ohne geht nicht.
    Leute die für Frieden kämpfen sind ewige Verlierer.Es dauert paar Jahren und es geht wieder los.Guck dir,wenn Zeit
    „A hundred Monkeys .de“
    Ein guter Blog.
    Vielleicht findest du da ein paar antworten.
    L.G.

  3. Der Mensch ist nicht „böse“, aber verzweifelt, weil er keinen Ausweg sieht, weil ihm die Perspektiver verloren gegangen ist.
    Was du beschreibst, mein lieber Mirso, ist die Welt, wie sie uns vernünftigerweise erscheint. Aber sollen wir dahinter einen endgültigen Punkt setzen?
    Ich frage dich, mein Freund: das, was zwischen uns ist – auch wenn wir uns in diesem Jahr kaum gesehen haben – wie passt das in ein solches Weltbild? Ist das auszulöschen? Und wieviel Gewicht gibst du dem?

    Was für eine wunderbare Seite du da empfohlen hast! Einer der ersten Sätze ist der:

    „Unsere Seele und unsere Intuition flüstern uns permanent auf unserem Lebensweg, dass Wahrhaftigkeit, Liebe und Freiheit unsere wichtigsten Ziele sind, aber die Sucht nach Materiellem hat uns den Blick dafür verbaut, und wir landen im Hamsterrad und drehen uns bis wir ausbrennen … “ (https://ahundredmonkeys.de/)

    Wenn die Seele uns was zuflüstern kann, dann muss sie DA SEIN!
    Für mich sage ich nur: das will ich nicht mehr leugnen!
    Bis bald, Mirso, wir sehen uns!

  4. Ich freue mich das der Blog euch
    gut gefällt.
    Ich hatte die Ehre Herr Jens Lehrich
    persönlich kennen zu lernen.Klasse Mann. Über andere Sachen Is schwer noch was zu sagen. Vielleicht andermal.
    Nochmal Liebe Grüße
    Mirso

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