Paul, der Schneemann

Es fragte sich schon öfter Paul, der Schneemann,
Ob er wohl wie der Buddha werden kann:
Erleuchtet, Liebe athmend, schmerzbefreit,
Voller Glück und für’s Nirvana schon bereit;     

Setzt‘ sich im Park auf seine Lieblingsbank,
Die grade frei, na Gott sei Dank!
Und meditierte so, wie er sich’s angelesen,
Als wär‘ er immer schon der Buddha selbst gewesen.

Da fiel der Liebe Sonnenschein durch alle Dinge,
Es war ihm so, als wenn das Universum singe,
Sein Herz ging auf, ein einziges Umarmen,
Urvertraute Freude, unendliches Erbarmen.

Paul, der Schneemann, tropfte gradewegs ins Glück,
Ließ alles los, hielt nichts zurück,
Und als dann alle Kälte von ihm wich,
Sah er den Buddha lächeln, sah er sich

In einer kleinen Pfütze unten vor der Bank,
Und wie nichts von ihm übrigblieb
als grenzenloser Dank.

*

4 Gedanken zu “Paul, der Schneemann

  1. Was ein guter Text zu dem tollen Bild.
    Ich sah zuerst das Bild in deinem vorherigen Beitrag und kommentierte und dann las ich deinen zweiten Beitrag… und schmunzelte.

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