Frühling

4 Gedanken zu “

        1. Ich hab‘ ein deutliches Gefühl, und daraus nährt sich auch meine Vision: dass all unsere Geschichten, die wir uns gegenseitig erzählen, so verschieden und vielleicht sogar inakzeptabel sie aussehen mögen und so unterschiedlich ihre Weltanschauungen, die sie zu verbreiten versuchen, zu sein scheinen, im Hintergrund dieselbe Frage nach unserer Existenz mit sich führen.
          Weil wir diese Frage sind, und weil wir auch die Antwort sind.
          Es gibt keine objektive Welt. Wir deuten sie, und auch wenn im Moment viele glauben, bei Google nachschlagen zu können, was sie be–deute, und dass im persönlichen Vorteil und Profit und in der Schuld des Anderen alle Antworten gegeben sind, bleibt doch die Notwendigkeit, sie in sich selbst zu erklären. Anders hat es noch nie und kann es auch nie befriedigende Antworten geben.
          Geschichten müssen sich begegnen, um Antworten hervorzubringen. Und ich erlebe, dass in den Augenblicken, in denen die eigene Frage, die hinter der höchst eigenen Geschichte liegt, mit der des Anderen als gemeinsam gesehen wird, die Antwort da ist.
          Das ist meine Friedensvision, denn das bricht dem Ausgrenzen des Anderen prinzipiell die Spitze. Bei aller Verschiedenheit der „Ansichten“ unserer Welt, mit der man umgehen muss.
          Auch die Geschichte eines Sterbens ist eine Lebensgeschichte, und da wird die Frage deutlich, weil unausweichlich. Wie antworten wir?

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