Autor: Michael

Ich seh‘ Dich!

Ich seh‘ Dich, wie Du bist,
Deine Schliche kenn‘ ich gut!
Weiß ganz genau, was Deine Absicht ist,
Deine Grausamkeit, die nennst Du Mut!

Wie Du Deine Fallen legst,
Voller Harm und Tücke
Deinen Vorteil heilig hältst und hegst,
Egal: die ganze Wahrheit geht in Stücke!

Spieglein, Spieglein an der Wand,
Hab‘ ich mich wirklich so gesehen?
War mir mein Innerstes denn gänzlich unbekannt,
Das all die Spiegelbilder schauen will, um ihre Frage zu verstehen?

Draußen lichtet sanft der Herbst die Kronen,
Schau‘ ich auf Dich so wie in Kindertagen:
Weit das Herz, mit Dir darin zu wohnen,
An altem Groll bereit, mich jetzt vorbeizuwagen.

Und Antwort kommt von einem andren Spiegel,
Der mir die Wahrheit zeigt,
Ihr Bote übergibt sie stumm, auf seinem Schweigen liegt
der Liebe Siegel,
Die sich vor uns in diesem gegenwärtigen Moment verneigt.

 

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Heilsame Lektüre – Rezension –

Anita Moorjani: „Heilung im Licht“

Dieses Buch ist ein Liebesbrief an den Leser! Und ich wage die Behauptung, dass niemand am Ende der Lektüre noch ganz der sein wird, für den er sich zuvor gehalten hat. Vor zwei Jahren habe ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen, und ich weiß, wovon ich spreche.

„Heilung im Licht“ heißt der Titel, und so neuzeitlich-esoterisch er klingt, so schlicht den Inhalt beschreibend empfindet man ihn, wenn man das Buch gelesen hat.

Von einer höchst erstaunlichen Gesundung des Körpers ist hier die Rede, die in der Folge eines Nahtoderlebnisses der Autorin und ihrer freiwilligen Entscheidung, in ihren Körper zurückzukehren, eintritt. Glaubt der Leser aber an dieser Stelle, hier sei bereits die im Titel genannte Heilung beschrieben, so irrt er ebenso wie die Autorin selbst zu der Zeit, als sie sich gesundet wieder ins Alltagsleben hineinfindet. Erst als sich bei ihr die Erkenntnis endgültig durchsetzt, dass sie zurückgekommen ist, um sich uns mit ihrem Erlebnis mitzuteilen, erfährt sie auch Klarheit über den Ort ihrer eigentlichen Heilung:

Es ist ihr Geist, der – befreit von der Angst, getrennt sein zu können von der alles umfassenden, alles ewig verbindenden und uns im Innersten ausmachenden Liebe – geheilt ist.

Und dieser Geist ist es, der durch jede Zeile dieses Buches weht und der nur eines zu mir sagt: Du auch, mit mir.

Danke, Anita Moorjani, für dieses Geschenk!
Michael Feuser

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„Abenteuer grundlos glücklich“ von Katja Bode – Rezension –

„Leicht muss es gehen!“, hörte ich einmal einen Vater sehr eindringlich, wie von einer alles bedeutsam machenden Lebensweisheit sprechend, zu seinem kleinen Sohn sagen und ich war damals wie gebannt von dieser Szene und ihrem Zauber.

Mit Leichtigkeit hat Katja Bode ihr Buch geschrieben, in dem sie die Theorie des „Kurs in Wundern“ ( Greuthof -Verlag) darlegt und ihren bis dato neunjährigen Weg mit diesem spirituellen Lehrwerk in wunderbar offenherziger Weise erzählt. Was ich beim Lesen als „Leichtigkeit“ empfinde, ist die Konfliktfreiheit, die Geeintheit der geistigen Ausrichtung der Autorin, die den Kurs nicht nur darstellt, sondern mit diesem Buch authentisch vorlebt, wobei ihre Entschiedenheit, die vom Kurs vorgeschlagene Richtung für sich anzunehmen, Klarheit und Einfachheit hervorbringt. Und eben: Leichtigkeit.

Mit staunenden Augen sitzt der Rezensent, der selbst schon viele Jahre mit dem Kurs unterwegs ist, vor der Darstellung der Kurs-Theorie und führt sie sich gern noch einmal vor Augen, so kompakt, stimmig und mit vielen kreativen Einfällen anschaulich gemacht sie hier beschrieben ist. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Theorie des Kurses eine Metaphysik ist, indem ihre Grundannahmen nicht Zeitlichkeit und Endlichkeit, in deren Koordinaten sich unser Verstand bewegt, sondern Ewigkeit und Einssein allen Lebens sind, die für uns logisch unfassbar bleiben. „GOTT IST“ bildet den zentralen Mythos des Kurses, um den er mit all seinen Aussagen kreist, um uns in die Erfahrung der Allgegenwärtigkeit der Liebe zu bringen.

Also lädt uns Katja Bode ein, nach dem theoretischen Teil in ihr ganz privates Raumschiff einzusteigen und teilzunehmen an ihren Umkreisungen dieses zentralen Gedankens. Dafür benutzt sie ein begriffliches Instrumentarium ( Beobachten, Spiegeln, Führung ), das in Teilen an die Nomenklatur eines der bekanntesten Interpreten des Kurses, Kenneth Wapnick, angelehnt ist, von ihr aber mit eigenem Bedeutungsinhalt benutzt wird, der für mein Lesen immer klar ersichtlich und damit von anderen Interpretationen gut abgrenzbar ist. Letztlich geht es dabei immer um die praktische Umsetzung des „Wähle noch einmal“ des Kurses, das uns wieder bewusst machen will, dass wir es in jeder Situation, vollkommen unabhängig von den von uns wahrgenommenen äußeren Umständen, in der Hand haben, zu entscheiden zwischen Verurteilung und Vergebung, und das heißt zwischen Angst und Liebe.

In vielen, vielen Beispielen ihres Alltags, in banalen oder existenziellen Situationen, unter angenehmen oder unangenehmen Umständen, während vordergründig nahegehenden oder gleichgültig lassenden Begegnungen, zeigt die Autorin, dass die Aufdeckung der eigenen Entscheidung für das Ego – und das heißt für die Angst – und die Neuentscheidung für die Liebe jederzeit und in jeder Lage möglich ist und nie ohne heilsame Folgen bleibt, die letztlich das Vertrauen in den umkreisten unfasslichen Einheitsgedanken immer weiter wachsen lassen. Dabei ist Katja Bode schonungslos aufrichtig mit sich selbst und ihrer Ego-Verstricktheit, verliert aber nie den Leitstern der alternativen Sicht aus dem Auge. Ihr Ziel bleibt das von ihr am Anfang ihres Weges erfahrene und dann immer öfter und anhaltender zu erfahrende „grundlos glücklich“.

Erstaunlich noch dies: Für mein Lesen stand hinter der sehr kreativen, sprachsicheren und schön lesbaren Ausdrucksweise der Autorin der Kurs selbst vollkommen unverändert da, das heißt, an keiner Stelle kam in mir das Gefühl auf, der Kurs selbst werde in seinen Aussagen irgendwie verändert. Ganz im Gegenteil, er leuchtete mir aus jeder Zeile freundlich entgegen, selbst dann, als der „Heilige Geist“ aus Gründen der Behutsamkeit mit einem anderen die Verwandlung zu einem „weißen Gummibärchen“ über sich ergehen lassen musste, nein, ich würde sogar sagen: da funkelte es ganz besonders freundlich!

Leicht muss es gehen! Ein „Yippieh“ für dieses Buch, das musste mal geschrieben werden!!, einen Luftsprung hinterher und – bitte nicht WUNDERN! – zehn von fünf möglichen Sternen!

Michael Feuser

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Ein Strauß Wörter, fast eine Büttenrede

Für meine liebe U.
zu ihrem G.

Unverschämterweise
Öffentlich und gar nicht leise
Wollt‘ ich nur sagen,
Quasi zu behaupten wagen …
Nein, so nicht,
Viel zu trocken, kein Gedicht!

Ich fang‘ noch mal von vorne an,
Was man schon daran sehen kann,
Dass die Zeilen inhaltsreicher werden und auch länger,
Das fließt doch schon, hat kaum noch Hänger,
Versmaß akzeptabel, das Ganze ziemlich ausdrucksvoll,
Der Reim zielt auf den Punkt, was er ja schließlich soll;

Nur fehlt – ich geb‘ es zu –
Der Sache noch ihr eigentlicher Sinn,
Der bist – das wollt‘ ich sagen – Du:
In Deinem Lächeln seh‘ ich, dass ich glücklich bin.

*

Traumhaft

Als leise an die Tür ich stieß, da war sie offen,
Und zögerte ich noch, hinauszugeh’n,
Die blieben, hinter mir, ihr Höhnen und ihr Lachen,
Weil sie die Angst in mir geseh’n,

Die ihnen Spiegel war und Grund zu hoffen:
Den Andren sie am Abgrund sah’n.
Und ging ich diesen einen Schritt aus einem Traum
hinaus ins Wachen:
Die LIEBE IST, und alle Angst ein Wahn.

*